Denai Moore: Motherless Child

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Die Frage heute war nicht, zu welchem Album ich was schreibe, sonder: Welches der Videos dazu? Am Ende wurde es dann Motherless Child, weil es für mich die Grundstimmung des Albums am besten wiedergibt. Trotzdem die Empfehlung: Nicht nur diesen einen Song hören, sondern das ganze Album (am Stück). Da gibt es eine Menge zu „erhören“.

Zum Album: Modern Dread der britisch/jamaikanischen Sängerin Denai Moore ist am 3. Juli rausgekommen. R‘n‘B, Electronic, House – von allem etwas dabei. Und alles eigentlich Stile, die nicht zwingend zu den von mir häufig gehörten zählen. Denai Moore sagt selber, ihre Musik sei „genre-free“. Fans gitarrenlastiger Musik müssen verzichten: Rund um Moores Gesang gibt‘s primär Elektronik.

Hängen geblieben bin ich beim ersten Reinhören an der Stimme von Denai Moore. Sehr kraftvoll, zwischendurch aber auch wieder zurückgenommen, fast schüchtern, immer sehr direkt. Wenn sie wollte, könnte sie auch gut als Frontfrau für eine Bluesrock-Combo herhalten. Und dann die immer wider neuen musikalischen Wendungen innerhalb der Songs und über die verschiedenen Songs hinweg. Weit weg von dem Standardschema Verse – Refrain – Verse – Bridge … Das ist‘s dann auch, was es lohnend macht, das ganze Album zu hören (und schwierig, einen einzelnen Titel rauszugreifen). Langeweile kommt beim Hören jedenfalls nicht auf.

Die eher Gitarreaffinen gehen aber auch nicht leer aus: Letzte Woche haben Haim, drei Schwestern aus Kalifornien, das Album Women In Music Pt. III rausgebracht. In vielen Kritiken hochgelobt, stilistisch (auch) sehr vielseitig, von Country über Rock bis Singer-/Songwriter kommt da einiges zusammen.

Keine Empfehlung: Haim und Denai Moore direkt nacheinander zu hören. Damit würde man beiden nicht gerecht.