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Mehr InformationenNach über einem Jahr Pause mal wieder ein Stück, das mich motiviert, es auch auf der Homepage zu veröffentlichen. Eine „neue“ Band ist Opus Kink nicht – seit 2017 sind sie aktiv. Aber jetzt (erst): The Sweet Goodbye ist der erste Long Player mit 10 Songs von der Truppe aus Brighton (drei EPs gab es schon vorher), veröffentlicht am 31. Juli 2026.
„Offiziell“ sind sie der Stilrichtung Post-Punk / Art-Punk / Jazz-Punk zugeordnet. Wie häufig bei Kategorisierungen: Für eine grobe Einordnung mag es helfen, am Ende hilft nur selbst hören. The Sweet Goodbye wäre auch fast durch‘ mein ’s Raster gefallen. Vom Streamingdienst Qobuz wurde das Album mit „Qobuzissime“ ausgezeichnet – ist also aus Sicht der Bewertenden ein „besonderes“ erstes oder zweites Album. Hat mich zum Reinhören animiert – und ich wurde nicht enttäuscht.
Beim Song The Head Tree holen sie sich Unterstützung von The New Eves, die auch aus Brighton stammen und dem Genre Folk-Punk zugeschlagen werden. In 2025 erschien deren Debut-Album The New Eve Is Rising.
Die Geschichte zum Song, wie sie Angus Rogers laut Stereogum erläutert:
Im Jahr 1685 war Alice Molland die letzte Frau in England, der wegen Hexerei der Prozess gemacht. Sie wurde an einem sogenannten „Head Tree“ unweit von Exeterund gehängt. Nun ruft sie, um ihre Geschichte zu erzählen, von ihrer Grabstätte unter einem Aldi-Parkplatz in Heavitree die Geister ihrer gefallenen Leidensgenossinnen herbei – Mary Trembles, Temperance Lloyd und Susannah Edwards. Und, aus unerfindlichen Gründen, den Geist der Bee Gees. Vorgetragen wird die Geschichte durch die sozusagen „fremdgesteuerten“ Münder von Opus Kink und den New Eves.
So ungewöhnlich wie die Geschichte klingt auch die Musik: Es fängt an wie ein Shanty mit House Beat, geht mit fetzigen Bläsern weiter und erinnert mich zwischendurch auch an Kirchengesang. Spannend? Auf jeden Fall. Keine Musik, die man so jeden Tag hört. Es lohnt sich auch, den Rest des Albums anzuhören – insgesamt ca. 45 interessante, hörenswerte Minuten.
Aus dem Review des Albums auf Popklub.de:
Die Songs wechseln mühelos zwischen überschäumender Euphorie, schrägem Humor und melancholischen Momenten, während Bläser, treibende Rhythmen und unkonventionelle Arrangements dafür sorgen, dass das Album trotz seiner stilistischen Vielfalt jederzeit eine unverwechselbare Identität bewahrt.
Mischa auf popklub.de – Review zu The Sweet Goodbye
Spannende, wenn auch nicht immer entspannte Musik. Wer ein paar der Texte nachlesen will: EIne Auswahl findet sich auf der Homepage von Opus Kink.